Polstermöbel reinigen: Mit den Tipps funktioniert’s

Flecken auf deinen Polstermöbel kannst du mit Sorgfalt und Vorsicht zwar reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden. Ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit und schon ist ein Cola- oder Schokoladenfleck auf dem Sofa. Auch Ketchup, Obstsäfte oder der Abrieb einer dunklen Jeans können unschöne und reinigungsbedürftige Flecken hinterlassen. Wichtig ist, dass du nun mit Ruhe und Bedacht vorgehst. Greife nicht gleich zum nassen Lappen und beginne mit der Reibung. Nach diesem Artikel weißt du, wie du jeden Fleck aus dem Bezug entfernst und deine Polstermöbel lange attraktiv hältst.

Hausmittel oder Profiprodukte? Das sind die Fakten!

Im Handel gibt es ein ganze Bandbreite an Reinigungsmitteln für Polstermöbel. Doch die brauchst du gar nicht, denn mit Hausmitteln und überlieferten Tipps deiner Großeltern bist du ebenso gut und deutlich günstiger beraten. Wenn du nicht über ein Sofa oder einen Sessel mit abnehmbaren Bezug verfügst, kannst Du Natron oder ganz einfach lauwarmes Wasser mit Spülmittel benutzen. Das Ergebnis wird dich überzeugen und du schonst das Material deutlich mehr als mit Polsterreiniger, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung nur bedingt geeignet ist und nicht selten zu hellen Flecken im Bezugsstoff führt.

Die Grundlagen der Polsterreinigung

Bewahre die Ruhe und schiebe die Reinigung dennoch nicht auf die lange Bank. Je früher du einen Fleck entfernst (am besten wenn er noch frisch ist), umso besser ist das Ergebnis. Das gilt vor allem bei Kaffee und Rotwein, bei Ketchup und anderen hartnäckigen sowie farbintensiven Flecken. Fettlösliches Spülmittel in lauwarmen Wasser sollte die erste von dir ergriffene Maßnahme sein. Vorab schaust du, dass sich auf dem Polster keine Krümel mehr befinden. Im Zweifelsfall nutzt du den Staubsauger und nimmst die Grundreinigung vor.

Vorbereitung

Tupfe den Fleck zuerst vorsichtig mit einem fusselfreien und nebelfeuchten Tuch vor. Am besten eignet sich ein Fensterleder, aber auch ein Geschirrhandtuch kommt in Frage. Bei sehr viel Flüssigkeit oder Ketchup nutzt du am besten die weiche Seite eines Schwammes. Wichtig ist, dass du nicht von innen nach außen, sondern von außen nach innen tupfst und auf diesem Weg die Vergrößerung des Fleckes vermeidest.

Auswahl der Hilfsmittel nach Bezugsmaterial

Bei Leder und Kunstleder musst du besonders sorgfältig vorgehen. Hier empfiehlt es sich, einen trockenen Lappen zu nutzen und den Fleck ausschließlich tupfend zu entfernen. Die Anwendung von Wasser kann dauerhafte Ränder hinterlassen und die Ausprägung des Fleckes verstärken.

Nicht rubbeln oder reiben

Der größte Fehler in der Reinigung von Polstermöbeln ist das intensive Reiben. Durch diese Bewegung und den dabei ausgeübten Druck bringst du die fleckverursachenden Substanzen nur tiefer ins Material ein. Auch wenn sich der Erfolg nicht auf den ersten Blick zeigt: Verzichte auf Reibung und tupfe so lange, bis der Bezug wieder sauber aussieht.

Warum der Lappen nie dunkler als der Sofabezug sein sollte

Der größte Fauxpas in der Polsterreinigung ist die Verwendung eines farbigen Tuches für helle Bezugsstoffe. Selbst wenn sich der ursprüngliche Fleck durch die richtige Anwendung des Lappens entfernen lässt, gehst du das Risiko einer zusätzlichen Fleckenbildung ein. Färbt dein Tuch aus, was gerade bei weißem Kunstleder oder Leder passieren kann, ist guter Rat und die oftmals nötige professionelle Polsterreinigung teuer.

Achtung, das Polster darf nicht durchfeuchten

Weder bei Stoff noch bei Leder darf der Lappen nass sein. Nebelfeucht ist vollkommen ausreichend und schließt aus, dass es zu ausgeprägten Wasserrändern kommt. Selbst wenn der Fleck sehr hartnäckig ist, solltest du nie mit einem nassen Lappen ans Werk gehen. Der Fleck mag auf diesem Weg zwar entfernt werden, doch die Ränder die im Verlauf der Trocknung entstehen bleiben dauerhaft erhalten.

Warum Natron meist die beste Entscheidung ist

Das Backtriebmittel Natron hat sich in der Fleckentfernung bei Polstermöbeln bewährt. Im Kontakt mit einem feuchten Lappen schäumt es marginal auf und bindet den Fleck. Für ein optimales Ergebnis solltest du die mit 3 EL Wasser und 3EL Natron angerührte zähe Paste einige Minuten einwirken lassen. Erst wenn die Masse getrocknet ist, entfernst du die Rückstände mit dem Staubsauger und siehst dir das Resultat an. Alternativ kannst du auch einen milden Rasierschaum verwenden. Hierbei verzichtest du auf ein Mischung mit Wasser.

Blutfleck: Kaltes Wasser erzielt den besten Effekt!

Ein kleiner Schnitt in den Finger kann einen unschönen und zum Ärgernis werdenden Blutfleck erzeugen. Anstelle von chemischen Blutfleckentfernen kannst du kaltes Wasser nutzen und dich auf ein identisches Ergebnis verlassen. Achtung: Warmes Wasser lässt das Blut tief ins Polster eindringen und führt dazu, dass der Fleck dauerhaft sichtbar bleibt.

Nachsorge nach der Reinigung: Gib dem Polstermöbel Zeit zum Trocknen

Setze dich nie direkt nach der Reinigung wieder auf das Polster. Nur wenn der Fleck Zeit zum Trocknen hat, wird er vollständig entfernt. Ein weiteres Problem entsteht durch die ins Polster einziehende Feuchtigkeit, wo sich bei unsachgemäßer Nutzung ohne Trocknungszeit Schimmel bilden kann. Sollte dir ein Malheur passiert sein, nutze die Zeit nach der Reinigung zum Beispiel für einen Spieleabend mit deinen Liebsten am Esstisch.

2019-09-27T11:07:52+02:00By |Haushalt|0 Comments

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