Leben ohne Plastik: Diese einfachen Tipps kannst du sofort umsetzen

Plastik ist mittlerweile in allen Lebensbereichen zu finden. Du denkst, dass es keinen Weg für ein plastikfreies Leben gibt? Sicher kannst du Plastik nicht von heute auf morgen komplett aus deinem Leben verbannen. Aber bei genauem Hinschauen und bewusstem Umstieg auf plastikfreie Alternativen in bestimmten Bereichen, wirst du viel erreichen. Wir haben ein paar einfache und effektive Tipps für dich, die du sofort umsetzen kannst, um Plastik in deinem Leben deutlich zu reduzieren.

Leitungswasser – plastikfrei und gesund

In Deutschland kannst du Leitungswasser flächendeckend bedenkenlos trinken. Die Trinkwasserverordnung regelt die Qualität des Trinkwassers und die Gesundheitsämter überprüfen die Einhaltung dieser Qualität. Nur in seltenen Fällen sind noch alte Bleileitungen vorhanden. In diesen Fällen solltest du das Leitungswasser erst nach Erneuerung der Leitungen trinken, damit kein Blei in deinen Körper gelangt. Leitungswasser kannst du bequem in eine wiederverwendbare Trinkflasche füllen und unterwegs mitnehmen.

Gegenüber Wasser aus Plastikflaschen hat Leitungswasser praktische Vorteile:

  • Leitungswasser ist bis zu 100 mal preiswerter als Mineralwasser.
  • Du musst keine schweren Flaschen und Kisten schleppen.
  • Du sparst Zeit, weil du nicht zum Pfandautomaten gehen musst.
  • Du leistest einen Beitrag zur Reduzierung der Klimabelastung, die in Deutschland bei Mineralwasser bis zu 600 mal höher ist als bei Leitungswasser.

Obst und Gemüse

Verzichte im Supermarkt auf die kleinen Plastikbeutel in der Abteilung für Obst und Gemüse. Sie sind praktisch, um die Ware vor Verschmutzung zu schützen und leichter zu transportieren, aber das leisten Papiertüten und Stoffbeutel auch. Häufig werden die Waren in Supermärkten bereits in Plastik eingeschweißt zum Kauf angeboten. Deshalb lohnt sich der plastikfreie Kauf auf dem Wochenmarkt, im Bio- und im Unverpackt-Laden.

Rote Tomaten und frische Karotten vom Markt

Tipp: Wenn es dir schwer fällt, auf die kleinen Plastikbeutel aus dem Supermarkt zu verzichten, nimm stattdessen bereits in deinem Haushalt vorhandene Wäschesäckchen mit. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und dank ihrer netzartigen Beschaffenheit sind sie transparent. Du kannst sie bei Bedarf waschen und wieder verwenden. Einige Supermärkte bieten ebenfalls wiederverwendbare Waren-Säckchen an.

Einfrieren im Glas

Statt Gefrierbeutel zu verwenden, kannst du Lebensmittel in wiederverwendbaren Dosen einfrieren. Noch besser ist die Verwendung von Gläsern. Nutze beispielsweise dickwandige Gurken- und Marmeladengläser mit Schraubverschluss. Wenn du jetzt an Scherben in der Tiefkühltruhe denkst, kannst du beruhigt sein. Gläser eignen sich entgegen der Vorurteile hervorragend zum Einfrieren. Wichtig ist, dass du das Glas nur bis zur Hälfte befüllst und den Schraubverschluss erst nach vollständiger Auskühlung fest zudrehst. Auf diese Weise vermeidest du, dass sich Flüssigkeit während des Abkühlens ausdehnt und das Glas zum Zerspringen bringt.

Vielseitig Schraubgläser verwenden

Neben dem Einfrieren eignen sich Schraubgläser auch wunderbar zum Sortieren und Aufbewahren von weiteren Lebensmitteln, Kleinkram und zum Transport von verschiedensten Dingen. Du verzichtest dadurch auf viele kleine Plastiktüten, Alu- und Frischhaltefolien. Entsprechende Gläser musst du nicht extra kaufen. Kauf bestimmte Lebensmittel, die du sowieso brauchst, direkt im Glas, statt in Plastikbechern und Konservierungsdosen.

Dir fällt nichts ein, was Du im Glas kaufen könntest? Dann haben wir hier ein paar Tipps:

  •  Joghurt und Milch
  •  Senf und Mayonnaise
  • Apfelmus
  • Brotaufstrich
  • Soßen
  • eingelegte und eingekochte Lebensmittel
  • Honig

Noch besser ist es, diese Lebensmittel gelegentlich oder langfristig immer frisch zu kaufen und selbst herzustellen.

Thermobecher ohne Plastik

No Coffee to go

Coffee to go ist praktisch, verursacht aber enorme Müllmengen. Steige auf einen Thermobecher um. Den kannst du wiederverwenden und deinen Kaffee warmhalten. Im stressigen Alltag ist es noch besser, sich bewusst die Zeit für eine richtige Tasse Kaffee mit der Familie oder den Kollegen zu nehmen. Das entspannte Beisammensein tut auch der Seele gut. Wenn du selbst Kaffee machst, verzichte auf Kapselkaffee. Damit sparst du ebenfalls eine Menge Plastik und noch mehr Geld.

Achte bewusst auf Plastikverpackungen

Bei vielen mehrteiligen Waren, wie Pralinen, finden die Plasikverpackungen kein Ende. Insbesondere teure Produkte strahlen in wertvoll aufgemachten Plastikverpackungen. Beim Öffnen der Packung findest du jedes kleine Stück einzeln verpackt vor. Richtig bewusst wird dir das, wenn du alles auspackst und nebeneinander legst. Dann hast du direkt vor Augen, dass sich wenige kleine Pralinen neben einem großen Berg Plastikverpackung befinden. Alternativ kannst du Pralinen in einer Silikonform aus Biozutaten und sogar zuckerfrei selbst herstellen.

Tipp: Sobald viele Menschen auf die plastikreichen Produkte verzichten, sind Hersteller gezwungen umweltbewusster zu handeln, um ihre Produkte wieder verkaufen zu können.

Zahnbürste aus Holz – Zähneputzen ohne Plastik geht

Plastikfreie Hygieneartikel

Im eigenen Bad kannst du viele Plastikprodukte gegen plastikfreie Alternativen austauschen. Besser als ein Plastikseifenspender eignet sich ein Seifenspender aus Glas und Messing, der neu befüllt werden kann. Komplett plastikfrei sind Stückseifen aus Naturseife. Du erhältst sie auch als Dusch- und Haarseife.

Tausche deine Plastik-Zahnbürste gegen eine Bambuszahnbürste aus. Deine Zahnseide sollte tatsächlich aus Seide und Bienenwachs, statt aus Plastik bestehen.

Enorme Mengen Plastik sparen Frauen bei der Monatshygiene. Die zahlreichen Tampons und Binden kannst du durch eine einzige Menstruationstasse aus Silikon ersetzen.

Tipp: Die Menstruationstasse kannst du mehrere Jahre lang verwenden.

Verzichte auch auf Einwegrasierer und Einweg-Wattepads. Sogar Wattepads erhältst du heute in waschbarer und somit wiederverwendbarer Form.

Offline statt online einkaufen – Vorteile wenn man Produkte angreifen kann

Vor Ort statt online kaufen

Verzichte trotz der Einfachheit auf Online-Einkäufe. Viele im Paket befindliche Produkte sind doppelt in Plastik eingeschweißt. Vor Ort kannst du Waren einfach oder sogar unverpackt kaufen und im eigenen wiederverwendbaren Stoffbeutel transportieren. So unterstützt du außerdem regionale Händler und lange Transportwege entfallen.

2019-09-27T10:47:02+02:00By |Haushalt|0 Comments

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